«Corpinnat» als neues Qualitätsmerkmal

3. December 2019

«Corpinnat» als neues Qualitätsmerkmal

Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung, Qualität und tiefe Verbundenheit mit der Region Penedes - es sind diese vier Eckpfeiler, die sechs Weingüter aus Katalonien dazu bewogen hat, die Kollektivmarke «Corpinnat» ins Leben zu rufen. Darunter unser Schaumwein-Lieferant Nadal. 

«Cava» - eine Bezeichnung, die nicht wie sonst üblich in der Wein-Welt für ein Herkunftsmerkmal steht. «Cava» umfasst verschiedene Wein-Regionen Spaniens, die teilweise unterschiedlicher kaum sein könnten. Das ist bei den Produkten nicht anders: Einfachste Getränke laufen genauso unter dem Label «Cava» wie höchst anspruchsvolle Schaumweine, die schier mit sehr guten Champagnern verglichen werden können.

Dazu kommt: Beinahe 90 % aller Cavas, die jährlich auf den Markt gelangen - konkret 250 Millionen Flaschen (!) - werden von den grossen Unternehmen Freixenet (heute Henkell & Co.) und Cordoníu hergestellt. Beide sind nicht mehr in spanischen, sondern in deutschen respektive amerikanischen Händen.

Ein Zustand, mit dem sich sechs Traditionshäuser aus Katalonien nicht länger identifizieren konnten. Darunter Nadal, langjähriger Partner von Landolt Weine. «Wir wollen die Tradition der hochwertigen Reserve-Schaumweine aus der Region Penedes schützen», sagt Gemma Carrera, Operations Manager von Nadal. 

So entstand «Corpinnat». Ein Label, mit dem sich die mittlerweile neun Weingüter selber unglaublich hohen Anforderungen unterstellen. Natürlich was die Qualität der Schaumweine angeht. Es geht aber auch um soziale Verantwortung. Konkret werden folgende Merkmale aufgelistet:

  1. Die Corpinnat-Schaumweine werden vorwiegend aus einheimischen, katalanischen Rebsorten hergestellt. Diese Rebsorten wurden vor mehr als 130 Jahren in der Region angebaut.
  2. Die Produktion ist zu 100% ökologisch.
  3. Die Trauben werden zu 100% von Hand geerntet. 
  4. Die Weine werden zu 100% in eigenen Kellern vinifiziert. Das Motto lautet also «von der Traube bis zur Flasche», jeder Arbeitsschritt findet auf dem eigenen Betrieb statt. Man beachte: Nicht einmal 20 Unternehmen in ganz Spanien vinifizieren ihre Schaumweine im eigenen Keller. 
  5. Die Traubenproduzenten werden in die Wertschöpfungskette integriert. Die Corpinnat-Kellereien verpflichten sich zu Mindestlöhnen, die vorerst bis zur Ernte 2021 festgelegt ist und Jahr für Jahr steigen. Es gilt, die Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung mit der Region und den dort verwurzelten Menschen zu leben. 
  6. Das Private Labeling ist strikt untersagt. Name des Weinguts und des Weins muss auf jeder Etikette unübersehbar sein. Eine einfache Registernummer reicht nicht aus. So entsteht keine Verwechslungsgefahr. Man sieht auf einen Blick, wer den Schaumwein produziert und verkauft hat. 
  7. Die Schaumweine müssen mindestens 18 Monate in der Flasche reifen. 

Zum Vergleich: DO Cava verlangt nur zwei Mindestanforderungen: Der Schaumwein muss aus einer von rund zwölf anerkannten Rebsorten gekeltert werden, und die zweite Gàrung muss in der Flasche erfolgen. 

«Corpinnat» ist kein Fantasiename, sondern ist ein Mix aus drei Begriffen:

  • COR - heisst so viel wie das katalanische Wort «Herz»
  • PIN - steht für «Pinnat», also die typischen Steine der Region Penedes
  • NAT - also «Nascut», das für das katalanische Wort «geboren» steht
 
Cor-pin-nat heisst also «geboren im Herzen des Penedes». 

«Corpinnat ist das Ergebnis vier Jahre lang andauernder Gespräche», sagt Carrera. Letztlich sei man von der Notwendigkeit überzeugt gewesen, eine eigene Marke zu kreiren. «Um die Tradition der Region Penedes zu wahren.» Die Region verfügt über ein Terroir im ganz eigenen Stil und über Winzer mit einer hohen Genauigkeit in ihrem Wirken. 

Die Gründer von Corpinnat - neben Nadal die Weingüter Torelló, Recaredo, Gramona, Sabaté i Coca und Recaredo, dazu gesellt haben sich mittlerweile Mas Candí, Júlia Bernet und Huguet Can Feixes - wollten zu Beginn nicht aus dem DO Cava austreten. Das Sextett war überzeugt, dass eine Koexistenz innerhalb der DO Cava möglich gewesen wäre. Der DO Cava passten die Pläne jedoch gar nicht. Sie untersagte gar jegliche Werbeaktivitäten in Zusammenhang mit «Corpinnat». So blieb den Winzern nichts anderes übrig, als Cava zu verlassen. 

 Bei Landolt Weine in Zürich sind nun die ersten Flaschen von Nadals Corpinnat-Schaumweinen eingetroffen. Es handelt sich um den Brut Reserva. Weitere werden folgen. Wichtig ist, dass die Qualitätsansprüche von Nadal an die eigenen Produkte bereits bei jenen Weinen extrem hoch waren, die noch mit der Marke Cava versehen sind.

Auf Besuch in Neuseeland

5. November 2019

Auf Besuch in Neuseeland

Unser Verkaufsleiter Artur Luitle liess es sich nicht nehmen, im Rahmen einer privaten Reise einen Abstecher bei Clyde Sowman zu machen, dem Inhaber des Weinguts Walnut Block auf der Südinsel Neuseelands. Ein Treffen, das beiden Spass machte.

Er gönnte sich eine Auszeit, war privat unterwegs, nicht geschäftlich. Dies hielt Artur Luitle aber nicht davon ab, einen Stopp bei einem engen Partner von Landolt Weine einzulegen. Luitle, Verkaufsleiter von Landolt, traf auf Neuseelands Südinsel auf Clyde Sowman, Inhaber von Walnut Block.

Das Weingut inmitten der grossen Weinbau-Region Marlborough macht nicht nur hervorragende Weine, sondern bietet auch Cottages an, um inmitten der Reben zu übernachten. Mit direktem Blick auf den ältesten und grössten Walnuss-Baum von der Südinsel Neuseelands. «Ein herrlicher Ort, um ein paar Tage auszuspannen», schwärmte Artur, als er daheim in Zürich von seiner Reise erzählte.

Dabei blieb für Artur und Clyde auch Zeit, ausführlich um über Weine und den Weinbau zu philosophieren. Natürlich bei einer Flasche Wein. Luitle brachte eine Flasche Schiterberger Sauvignon Blanc vom Weingut Landolt mit, Sowman nahm ebenfalls einen Sauvignon Blanc – den Collectables aus dem Jahr 2018 – aus dem Kühlschrank.

Clyde arbeitete einst in London, wagte dann vor rund 15 Jahren zusammen mit seinem Bruder Nigel und seiner Frau Helen den Schritt in den Weinmarkt. «Er ist ein Quereinsteiger, und irgendwie doch nicht. Im Weinbau selber hatte Clyde nicht viel Erfahrung, weil seine Eltern aber jahrzehntelang Kirschen anbauten, war der landwirtschaftliche Background vorhanden. Sein Bruder Nigel brachte als ausgebildeter und erfahrener Winzer enorm viel Know-how in das Unternehmen, dass sich Clyde mittlerweile mehr als nur angeeignet hat. Er weiss, wovon er spricht.»

Clyde bewirtschafte seine zwölf Hektar Rebfläche vollends biologisch. «Und dies aus Überzeugung. Er hebt sich damit deutlich ab von den umliegenden Weinbauern im Marlborough-Gebiet», erzählt Artur. «Er hält die Erträge tief, besonders für Neuseeländische Verhältnisse, und die Qualität hoch.»

Und welcher Sauvignon Blanc hat dem Duo besser geschmeckt? Artur lacht. «Der Neuseeländer ist deutlich trockener, mir persönlich passt das besser. Aber zum Glück ist Wein Geschmacksache.» Die Qualität aber, die sei nicht Geschmacksache, sondern einfach hervorragend, unterstrich Luitle. «Mehr als zwei Gramm Restsüsse gibt es in keiner Flasche.» Und fügt in seiner typischen Art an: «Wirklich geiler Stoff.»

Hier gehts zu unserem Walnut-Block-Quartett in unserem Sortiment. Wer den direkten Vergleich zwischen den beiden Sauvignon Blanc aus Zürich und aus Neuseeland selber machen will: In unserer Vinothek an der Bederstrasse stehen die Weine bereit. Was Artur und Clyde in Neuseeland können, können wir hier in Zürich schliesslich schon lange… 


Valduero und Landolt - das passt!

24. October 2019

Valduero und Landolt - das passt!

Familienunternehmen trifft Familienunternehmen. Alfonso Gonzalez vom Weltklasse-Weingut Valduero trifft das Team von Landolt Weine in Zürich. 

«Landolt Weine ist ebenfalls sehr, sehr, sehr wichtig für uns», entgegnete Alfonso Gonzales. Kurz zuvor hatte Marc Landolt den Valduero-Exportmanager und die Firma kurz vorgestellt und dabei unterstrichen, dass die Zusammenarbeit mit dem spanischen Deluxe-Weingut eine Herzensangelegenheit darstellt.

Deluxe-Weingut ist in diesem Fall keinesfalls übertrieben. Bei der Degustation wurde unterstrichen, was die meisten Mitarbeiter von Landolt ohnehin bereits wussten – dass Valduero exzellente Weine herstellt.

Alfonso Gonzales lockerte den Vormittag mit vielen Erzählungen, Anekdoten und überraschenden Fakten immer wieder auf. So wies er darauf hin, dass die Deutschschweiz einen enorm wichtigen Absatzmarkt für Valduero darstellt. «Und dies, obwohl in der Schweiz und im angrenzenden Ausland so viele hervorragende Weingebiete liegen. Die Situation ist speziell und wir wissen sie zu schätzen.»

Alfonso erzählte weiter. Vom den trockenen, windigen, kühlen, allgemein rauen Anbaugebieten von Valduero. Davon, dass im Unternehmen Qualität nach wie vor deutlich mehr Gewicht hat als Masse. «Unsere besten Weine werden nur in Jahren hergestellt, die besonders gute Trauben hervorbringen», so Gonzales. Er verwies auf die unzähligen Auszeichnungen, welche die Weine gerade in jüngerer Vergangenheit gewinnen durften. Und natürlich durfte der Name von Yolanda Garcia Viadero in Gonzalez‘ Ausführungen nicht fehlen. «Sie ist eine Visionärin, eine hervorragende Oenologin und hat immer wieder bewiesen, dass sie goldrichtige Entscheide fällen kann.»

Goldrichtig ist auch, wenn man sich entscheidet, einen Valduero-Wein zu trinken. Es muss ja nicht unbedingt der absolut einmalig und unzähligfach ausgezeichnete Grand Reserva sein… kann es aber natürlich. Hier geht’s zu unserem Angebot von allen Valduero-Produkten im Landolt-Sortiment.


Let's Rock'n'Roll - Bodegas Arráez

13. October 2019

Let's Rock'n'Roll - Bodegas Arráez

Bodegas Arráez mischte die Weinregion Valencia so richtig auf. Das Weingut präsentiert sich jung, frech und laut – die Weine stehen dem Ruf in nichts nach. Wir haben sie besucht!

«Wein? Lass uns lieber Bier trinken!» Die Aussage seiner Freunde liess Toni Aarraez nicht auf sich sitzen. Der damals 29-Jährige, der die Leitung des Weinguts soeben von seinem Vater übernommen hatte, stellte sich die Frage: «Wie kann ich mit unseren Weinen ein junges Publikum erreichen?» Spätestens jetzt, elf Jahre danach, kann er sich die Frage beantworten.

Das Erfolgsrezept: Moderne Weine keltern und sie auch so verpacken, ohne die Seele des mittlerweile 67-jährigen Familienunternehmens zu verkaufen. Der Plan ist aufgegangen. Nun ist das Team von Bodegas Arráez der Farbtupfer schlechthin in der Region Valencia. Diese galt, zumindest was Weine anbelangt, lange als etwas verschlafen.

Dies galt ein Stück weit auch für Bodegas Arráez. Innert Windeseile hat sich das gewandelt. «Bevor Toni kam, gab es nur wenige Mitarbeiter. Ein Durchschnittsalter von 63, schätz ich mal», erzählt uns Export-Manager Pedro Calabuig schmunzelnd. «Jetzt sind wir 35, 36 Leute, im Schnitt etwas über 30 Jahre alt. Alle bringen sich ein, haben coole Ideen. Alle hören auf alle. Die Hierarchien sind flach, der Spass bei der Arbeit gross.»

Das Team: Jung, frisch, frech und dynamisch. So präsentieren sich auch die Flaschenetiketten, das Branding, die Markensprache, allgemein der Auftritt nach Aussen. «Uns ist wichtig, dass die Weine dazu passen», sagt Pedro. Man setzt auf autochthone spanische Traubensorten wie Alicante Bouschet, Monastrell oder Tempranillo. Bei unserem Besuch in Spanien überzeugten die Weine auf ganzer Linie. «Diese Weine rocken jede Party; für jedermann tauglich. Das Preis-/Genussverhältnis ist sensationell», schwärmt Wolfgang Langanger, Einkauf-Chef bei Landolt Weine.

Bodegas Arráez ist Rock’n’Roll. Die Etiketten zieren etwa eine Pistole (Pedro: «der Querschläger; es hat nichts mit Gewalt zu tun»); ein alter Winzermeister, der ein Fass Wein auf einem Dinosaurier ausliefert oder das Bunte durcheinander der Canallas-Weine.

Wir rocken mit! Die Weine sind ab sofort in unserer Vinothek zum degustieren bereit!


Ein kurzer Abstecher in die Schweiz

7. October 2019

Ein kurzer Abstecher in die Schweiz

Sie gehören seit Jahrzehnten zum Kernsortiment von Landolt: die Weine von Monté del Frà. Und sie gehört seit Jahrzehnten zu den treusten und verlässlichsten Partnern von Landolt: die Familie Bonomo.

Marica Bonomo liess es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, uns einen Besuch abzustatten. Die omnipräsente Geschäftsführerin machte zwischen Reisen nach Hongkong, in die Niederlande oder Norwegen auch einen Abstecher in Zürich. Bei der Degustation, an dem beinahe das gesamte Landolt-Team teilnahm, war denn auch zu spüren, warum die Zusammenarbeit zwischen den beiden Familienunternehmen schon so lange gut funktioniert.

Ähnlich berichtete Aussendienst-Mitarbeiter Artim Ibraimi, der unlängst zusammen mit Karin Baumgartner vom Kundendienst eine Kundenreise unternahm, auf der die Gruppe auf dem Weingut Monte del Frà zu Besuch war. «Mehr als nur eine Reise wert – unser Besuch war leider zu kurz». Marica Bonomo zögerte keine Sekunde und machte allen Landolt-Mitarbeitern einen Besuch auf dem Weingut nahe des Gardasees schmackhaft.

Übrigens: Der beliebte Bianco die Custoza DOC Superiore sowie der Ripasso Valpolicella Classico DOC Superiore – zwei unzweifelhaft hervorragende Weine – sind bei Landolt im Monat Oktober mit 20 Prozent Rabatt zu haben. Dazu gehört der Weisswein Lugana Garda DOC und der rote Amarone della Valpolicella DOC Classico zu unserem Kernsortiment an der bald startenden Expovina. Wer weiss – vielleicht sind für unsere Kunden auch dort Preisvorteile vorgesehen… 


Ein imposanter Besuch aus Italien

29. September 2019

Ein imposanter Besuch aus Italien

Sara Ceschins Besuch bei Landolt Weine in Zürich unterstrich, warum die Zusammenarbeit mit «Il Colle» seit Jahrzehnten derart gut funktioniert. Exzellenten Prosecco ist längst nicht alles, was das Weingut aus dem Nordosten Italiens zu bieten hat.

«Ich habe viele Träume», sagt Sara Ceschin. Und lacht herzhaft. Es ist eine Szene, wie sie an diesem Vormittag an der Bederstrasse in Zürich mehrfach vorkommt. Die 26-Jährige leitet zusammen mit ihren beiden Brüdern die Geschicke des Weinguts «Il Colle», einem Unternehmen, dass sich auf qualitativ ausgezeichnete Proseccos spezialisiert hat. Davon konnte sich die Belegschaft der Firma Landolt Weine beim Besuch Ceschins einmal mehr überzeugen. Das Treffen bildete einen weiteren Meilenstein in der seit Jahrzehnten andauernden Zusammenarbeit.

Diese langjährige Partnerschaft war zu spüren. Man kennt sich, man lacht, man freut sich, sich wiederzusehen. «Il Colle» ist der wichtigste Partner von Landolt, wenn es um Schaumweine geht. Mit Abstand. Und zu Recht.

Bevor die Schaumweine degustiert wurden, erzählte Sara Ceschin in ihrer unverkennbaren Art über «Il Colle», über die Philosophie und Träume und Ziele des Unternehmens, die Produkte. Bei der Aussenwirkung von «Il Colle» dreht sich alles um den Buchstaben C; angefangen von der Etikette bis hin zur DNA, die das Weingut seit Jahren prägt. Fünf Wörter bilden das Grundgerüst des Unternehmens:

Ceschin – die Familie hinter dem Unternehmen
Colle – der Name des Unternehmens
Cuore – das Herzblut, das in die Produkte gesteckt wird
Conegliano – die Gemeinde in Italien, dass die Verwurzelung von Il Colle widergibt 
Conoscenza – das Wissen, das Know-how, das im ganzen Unternehmen steckt – seit vier Generationen

Sara Ceschin erzählte weiter, wie sich das Traditionsunternehmen in der Heimat des Proseccos der Moderne nicht verschliesst. Die Kellerei wurde kürzlich umgebaut und erweitert, setzt auf neueste Technologien.

Bei der Degustation an sich wurde auch den neuen Mitarbeitern von Landolt Weine vor Augen geführt, warum man seit Jahrzehnten mit den Schaumweinen von «Il Colle» so grossen Erfolg hat.

Danach wurde kurz über die Zukunft gesprochen. «Ich habe viele Träume», sagte Sara Ceschin erneut, wiederum begleitet vom herzhaften Lachen. «Als Kind wollte ich Astronautin werden.» Dies wird wohl schwierig. Wir von Landolt Weine sind jedoch stolz, Sara auf dem Weg zur Erfüllung ihrer Ziele bei «Il Colle» beiseite stehen zu dürfen.


«Gemischter Satz – das beste Teamwork, dass man sich vorstellen kann»

18. August 2019

«Gemischter Satz – das beste Teamwork, dass man sich vorstellen kann»

Was ist Gemischter Satz überhaupt? Es ist so vielfältig, dass es Alexander Zahel schwerfällt, die Antwort in wenige Worte zu verpacken. Er packt es dennoch. «Kurz gesagt: Der Gemischte Satz fasst die größte Vielfalt eines Wiener Terroirs zusammen», so Zahel, der dann doch noch etwas ausführlicher werden darf. «Verschiedene Rebsorten werden unabhängig voneinander gemeinsam bunt gemischt in einem Weingarten angesät. Sie wachsen unmittelbar nebeneinander und müssen auch laut Gesetz an einem Tag gleichzeitig gemeinsam geerntet und, salopp ausgedrückt, allesamt zusammengeworfen und zu Wein gemacht werden. Und dies geht eben nur, wenn die Rebsorten zusammenarbeiten; zusammenwachsen und gedeihen. Es ist das beste Teamwork, dass man sich vorstellen kann.» Es sei auch bei Menschen so: «Ein Team funktioniert immer nur so gut wie das einzelne Mitglied. Genau so ist es beim Gemischten Satz.»

Rebsorten wie Riesling, führt Zahel weiter aus, hätten immer eine ganz spezielle Aromatik. «Mit dem Gemischten Satz geht man weg von einer einzelnen Sorte hinzu einem Gesamtpaket, dem Gemischten Satz eben.  Man fördert die Vielschichtigkeit und führt die Aromen und den speziellen Charakter der Rebsorten zusammen.»

Dass es alles andere als einfach ist, auf diese Art guten Wein herzustellen, leuchtet ein. Während die einen Rebsorten sehr reif, ja schon fast überreif sind, sind andere zu dieser Zeit noch unreif. Langjährige Erfahrung ein stetiges Feinjustieren ist unabdingbar.

«Es besteht noch ein riesiges Potenzial»

Der Gemischte Satz war dereinst eine Art Lebensversicherung für die Weinbauern. Nach dem Motto: «Eine Sorte wird dann schon passen», umschreibt es Zahel lachend. Nun wurde diese Art des Weinbaus weiterentwickelt. Besonders in der österreichischen Hauptstadt. Denn: Gemischter Satz gab es überall. Heutzutage ist Wien aber das einzige Weinbaugebiet Österreichs, in der diese Tradition hochgehalten wird.

Und dies mit einer beeindruckenden Leidenschaft. «Früher war der Gemischte Satz der einfache, gut trinkbare und frische Wein. Die Entwicklung geht aber weiter. Weg vom einfachen Wein, hin zum Premium-Produkt.» Um so weit zu kommen, war viel Experimentierfreude und Geduld gefragt. «Heute nimmt man bis zu 13 Rebsorten zusammen. Von alten wie Gewürztraminer kamen Riesling, Chardonnay oder Roter Veltliner dazu, auch weitere besonders aromatische Rebsorten.» Und noch immer bestehe ein riesiges Potenzial, sagt Zahel weiter.

«Den Reben geht es besser»

Potenzial haben nicht nur die Trauben und der Wein an sich, sondern das ganze Drumherum. «Heute hat man deutlich mehr Reben pro Hektar. Man pflanzt dichter an, experimentiert. Man achtet enorm auf Biodiversität, auf eine angepasste Begrünung.»

Bio – ein Schlüsselwort für Zahel. Einige Produkte sind mittlerweile gar mit dem Demeter-Zertifikat ausgezeichnet. «Wir wollten uns zum Ziel setzen, die strengsten Kriterien zu erfüllen, die es im Bereich Biodiversität gibt. Und auch hier geht es wieder um Teamwork. Um diese Ziele zu erreichen, müssen sich die Winzer eines Weinbaugebiets gegenseitig unterstützten. Sonst geht es nicht.»

Demeter heißt konkret: 100 Prozent Handlese, eigene Flächen, Biodiversität in höchstem Masse, keine Chemie oder niedrigste Grenzen für Schwefel und Kupfer gegen Pilzkrankheiten. «Wir benutzen Präparate, die wir in der Umgebung herstellen; man nützt die Inhalte der Natur, zusammen mit Kollegen.» Weiter gehe es um die ganze Betriebskultur, den Verkauf, die Privatkonsumenten. Alles laufe Hand in Hand, sagt Zahel. «Es ist zwar wissenschaftlich nicht belegt. Aber ich glaube fest daran, dass es den Reben durch biodynamische Bewirtschaftung besser geht.»

Wer die Zahel-Weine versucht, ist wohl ähnlicher Meinung wie Alexander Zahel... 

Hier gehts zu unserem Angebot an Zahel-Weinen.

Ein bestechendes Westschweizer Duo

29. July 2019

Ein bestechendes Westschweizer Duo

Nagelneu im Sortiment: Zwei Westschweizer Weissweine, die auf ganzer Linie überzeugen. Perfekt für den Nationalfeiertag - und natürlich auch für den restlichen Sommer.
 
Einerseits gibt es den Granc Cru Yvorne AOC Chablais vom «Château Maison Blanche». Ein Premium-Wein, der in der Deutschschweizer sehr bekannt und noch beliebter ist. Volle Frucht, Aromen von Honig, frisch...

Andererseits Grand Cru Mont-Sur-Rolle AOC La Côte vom Château Châtagneréaz. Sein Name ist zwar unaussprechlich - der Wein aber, der hat ein schier ungschlagbares Preis-/Leistungsverhältnis. Elegant, erinnert an Honig und Lindenblüten, ausgebaut im grossen Holzfass. 

Wir legen Ihnen dieses Westschweizer Duo wärmstens ans Herz. Mehr als nur ein Schluck wert...

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«Das ist wirklich guter Stoff»

18. July 2019

«Das ist wirklich guter Stoff»

Einst fuhr Marc Landolt mit seinem Vater mit einem Koffer voller Bargeld ins Weinland, um dort einen Rebberg zu kaufen. Jetzt reiste er mit seinem Team an den gleichen Ort.  Was dieses dort zu Gesicht bekamen, verblüffte es einmal mehr. 

Weinwissen wurde in der Landolt Weine über Generationen aufgebaut, gehegt und gepflegt. Behutsam wird dafür gesorgt, dass dieses Wissen nicht irgendwo zwischen der Stadt Zürich und dem Zürcher Weinland im Boden versickert. Genauso behutsam geht Winzermeister Dani Grab und sein Team mit den Rebbergen des Weinguts Landolt in und um Kleinandelfingen um. Auch hier wird aufgebaut, gehegt und gepflegt.

Ein Team der Landolt Weine machte sich kürzlich wieder einmal vor Ort ein Bild davon, mit welcher Leidenschaft und Akribie Dani Grab am Werk ist. Er kennt jeden seiner Rebstöcke persönlich, ist quasi mit jeder Rebe per Du. Dani weiss haargenau, worauf es ankommt. «Wirklich eindrücklich – der Mann weiss, was er macht», kommentierte etwa Artur Luitle, Verkaufsleiter von Landolt Weine. Und fügte mit einem Glas Weisswein in der Hand lachend hinzu: «Das ist wirklich guter Stoff.»

Angefangen hatte die Tour mit einer kleinen Geschichtslektion von Firmenchef Marc Landolt. «Ich weiss noch genau, wie ich als kleiner Junge mit meinem Vater im senfgelben Volvo ins Weinland fuhr. Auf der Heckklappe unseres klapprigen Kombis hiess es Land gegen Geld. Die Verträge wurden unterzeichnet, das Geld im Koffer übergeben, gezählt – und mit einem Handschlag war der Handel abgeschlossen.»

Aufgehört hatte die Tour oben am «Himmelsleiterli». Und natürlich mit einem Schluck aus einer Flasche des Klassikers schlechthin unter den Kanton-Zürich-Weinen von Landolt. Dann wurden weitere Weine degustiert. «Besser als im Vorjahr. Weniger Holz», war etwa von Wolfgang Langanger, Leiter Einkauf, über den Chardonnay Blanc zu hören. «Besonders frisch», urteilte Weinberater Artim Ibrahimi über den Cuvée Weiss.

Das Schlusswort war Dani Grab vorbehalten. «Ohne zu prahlen, können wir sagen: Wir haben wirklich ein Top-Produkt. Jetzt seid ihr gefragt. Geht raus damit, bringt das unter die Leute. Sie werden Freude haben.»  


Perfect for a summer evening

7. July 2019

Perfect for a summer evening

A hot summer day is coming to an end, and a perfect summer evening is approaching. No wine yet? No problem. The new wines of chateau paradis fit perfectly.


Fresh, young, modern, yet elegant. So are the wonderfully fragrant wines of chateau paradis.