Das Weingut Landolt – die Wiege für unser Weinfachwissen

Winzer und Lagen des Weinguts Landolt

Unser lieb gewonnenes Winzerpaar aus Kleinandelfingen.

Brigitte und Dani Grab im Zürcher Weinland

Deutschschweizer Wein war schon in den 60iger Jahren des letzten Jahrhunderts sehr gefragt, und so entschieden sich Peter und Felix Landolt, den Rebbau in die eigene Hand zu nehmen und kauften 1963 die erste Rebparzelle am fast senkrecht steilen Schiterberg in Kleinandelfingen. Über die Jahre kamen weitere Reblagen hinzu, die heute unter den Fittichen der Winzerfamilie Brigitte und Daniel Grab bewirtschaftet werden. So zählen der steile Schiterberg in Kleinandelfingen, der Chrachenfels in Niederneunforn und die Adliker Reben zu den wichtigsten Lagen im Kanton Zürich und Thurgau für Landolts Kanton Zürich Weinlinie.

Ein besonderes Plätzchen hat bei diesen der «Himmelsleiterli», eine Hommage von Hans Landolt an die schier in den Himmel führende Treppe inmitten der Rebstöcke. Der Name ist geblieben, die Etikette über die Jahre mehrmals sachte überarbeitet. Der Wein wurde vom ehemals leichten «Clevner» zum immer kräftigeren «Blauburgunder», heute unter dem Namen «Pinot noir» bekannt, der Globalisierung sei Dank. Zum «Ur-Himmelsleiterli» gesellten sich seit den 90iger Jahren bis heute der barriqueausgebaute Spätlese aus dem Schiterberg mit einer modernen Burgunderstilistik – lokal bekanntes wie der Riesling-Sylvaner aus dem «Oberen Schiterberg» und internationale Sorten wie dem Sauvignon blanc und Chardonnay hinzu.

Fast angrenzend an den Schiterberg liegt der Adliker Rebberg, der neben Pinot noir und Dornfelder auch Spender für unseren ersten Pinot blanc (Weissburgunder) gewesen ist. Diese Sorte, im Kanton Zürich fast unbekannt, schliesst die Lücke zwischen fruchtigem Riesling-Sylvaner und kräftigem Chardonnay.

Der in den 70er Jahren hinzuerworbene «Chrachenfels» in Niederneunforn, mit traumhafter Aussicht auf die Thur, beherbergt Traubensorten wie Riesling-Sylvaner, Kerner, Pinot noir und Cabernet Dorsa. Diese werden für Assemblagen und Schaumweine verwendet. So zum Beispiel auch für die Mythos Weine.

Landolt - Daniel Grab
Landolt - Nik Zeljkovic
Der «Rebenflüsterer»

Nik Zeljkovic

Anders als auf dem Land hat ein Winzer in der Stadt Zürich auch Anforderungen als Kommunikator und «Erklärer» zu erfüllen. Und Nik Zeljkovic ist so einer und ein «richtiger Zürcher» noch dazu, der das Flair hat, mit seinem riesigen Fachwissen kritisch-interessierten Anwohnern seine Arbeit zu erklären, aber auch in der Szenegastronomie gern gesehener Gast zu sein.

Das Weingut Landolt ist stolz, in der Stadt Zürich ein Stück lokale Weinkultur zu prägen. Aus den drei Rebbergen mit knapp 60’000 Quadratmeter Fläche werden jährlich rund 40’000 Flaschen Wein aus der Stadt Zürich gekeltert.

Der Stadtzürcher Rebbau begann für Landolt mit der Pacht der Bürgliwiese gegenüber der Kirche Enge. Unterhalb des Bürglis, einem eindrücklichen Herrenhaus, wo auch Gottfried Keller hauste, entstehen Jahr für Jahr rund 3’000 Flaschen Engemer Riesling-Sylvaner.

1984 übernahm Landolt die grosse Brache unterhalb des damaligen Hotels Sonnenberg in Hottingen. Die von der Stadt Zürich mit viel Umsicht als Grünzone deklarierte Rebfläche spendiert Pinot noir Trauben aus alten Burgunderklonen eine privilegierte Aussicht über die Staft. Keine Überraschung, dass aus diesem Rebberg die zwei Vorzeigeweine Stadt Zürich Pinot noir Barrique und der Stadt Zürich brut, dem ersten Schaumwein aus der Stadt mit traditioneller Flaschengärung, stammen.

Zwei Jahre danach pflanzten Peter und Felix Landolt damals die noch unbekannte Sorte Kerner an der brachliegenden Burghalde in Riesbach , daneben wenig Gewürztraminer und die urzürcherische Sorte Räuschling. In den 90er Jahren schliesslich übernahm Landolt den angrenzenden Rebberg der Psychiatrischen Uniklinik Burghölzli.

Nik Zeljkovic bearbeitet heute mit seiner Rebwerk GmbH die Weinberge und kultiviert neben den erwähnten weissen Sorten auch Pinot Noir sowie Zweigelt und Merlot, eher seltene Sorten in der Deutschschweiz. Die Cuvée aus diesen beiden Sorten wird unter dem Namen «1834» als Spitzenprodukt aus der Stadt Zürich angeboten, leider nur in sehr beschränkter Menge.

Landolt und seine Winzer

Wir sind glücklich und stolz seit bald 10 Jahren den Rebbau in die Hände von Brigitte und Dani Grab und Nik Zeljkovic gelegt zu haben, die unterdessen als selbstständige Unternehmer die Rebberge bewirtschaften. Beide schätzen wir sowohl menschlich wie auch fachlich, blicken freudig auf die zurückliegenden Jahre und freuen uns auf die gemeinsame Zukunft.

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